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Ultraschall der Bauchschlagader in Berlin – Aneurysma-Screening ab 65

  • Kassenleistung: Männer ab 65 haben Anspruch auf ein einmaliges Screening

  • Untersuchung: Sonografie der Bauchaorta, Messung des Durchmessers

  • Dauer: wenige Minuten, Befund direkt im Termin erklärt

  • Belastung: keine – ohne Strahlung, ohne Kontrastmittel, ohne Eingriff

  • Vorbereitung: möglichst nüchtern, 4–6 Stunden vorher nichts essen

  • Durchführung: Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Weiterbildung Angiologie

Dr. med. Michael Fiedler, Facharzt mit Weiterbildung Angiologie, im DGZO Berlin-Lichtenberg

Screening der Aorta mit Ultraschall bei Aortenaneurysma (Erweiterung Bauchschlagader)

Ein Bauchaortenaneurysma (AAA) ist eine Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum. Das Gefährliche: Ein Aneurysma verursacht oft lange keine Beschwerden. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Größe das Risiko einer Ruptur. Deshalb ist der Ultraschall der Bauchaorta eine besonders sinnvolle Vorsorgeuntersuchung. Er ist schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung und liefert in kurzer Zeit klare Ergebnisse.
Mit moderner Ultraschalldiagnostik messen wir den Aortendurchmesser, beurteilen die Gefäßwand und erkennen Begleitbefunde wie Wandthromben oder Erweiterungen der Beckengefäße. Ziel ist immer: früh erkennen, richtig einordnen und sicher überwachen.

Darstellung eines Bauchaortenaneurysmas – Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum
Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader im DGZO Berlin-Lichtenberg

Indikation 1: Vorsorge-Screening – Männer ab 65

Für Männer ab 65 Jahren ist das Screening auf ein Bauchaortenaneurysma besonders relevant. In dieser Gruppe ist die Häufigkeit deutlich erhöht. Viele Aneurysmen werden nur zufällig entdeckt. Ein gezielter Ultraschall kann hier entscheidend sein, weil er eine stille, aber potenziell gefährliche Erkrankung früh sichtbar macht.

Ein Screening ist besonders sinnvoll:

  • Für jeden Mann ab 65 Jahren – auch ohne Beschwerden

  • Zusätzlich bei erhöhtem Risiko, z. B.:

Was Sie davon haben:
Ein unauffälliger Befund gibt Sicherheit. Wird eine Erweiterung gefunden, können wir sie frühzeitig überwachen und die Risikofaktoren gezielt senken. Damit lässt sich das Rupturrisiko langfristig reduzieren.

So läuft das Screening ab:
Sie liegen in Rückenlage. Wir untersuchen den Bauch mit Ultraschall und messen die Aorta in definierten Abschnitten. Die Messung dauert meist nur wenige Minuten. Anschließend erhalten Sie eine klare Einordnung und – falls nötig – eine Empfehlung für Kontrollen.

Indikation 2: Kontrolle bei bekannter Erweiterung (Verlaufskontrolle)

Wenn bereits eine Aortenerweiterung bekannt ist, ist die regelmäßige Kontrolle entscheidend. Nicht jede Erweiterung ist sofort behandlungsbedürftig. Wichtig ist der Verlauf: Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Begleitbefunde. Ultraschall ist dafür in vielen Fällen die Methode der Wahl.

Kontrollen sind typischerweise angezeigt bei:

  • Bekannter Erweiterung der Bauchaorta (Aneurysma oder grenzwertige Dilatation)

  • Verdacht auf Größenzunahme oder neue Beschwerden

  • Erhöhter Risikokonstellation (z. B. Rauchen, schlechter Blutdruck, starke Arteriosklerose)

  • Begleitaneurysmen (z. B. Beckenarterien)

Mögliche Symptome, die sofort abgeklärt werden sollten:
Ein Aneurysma bleibt oft stumm. Bei neuen, starken oder ungewohnten Beschwerden gilt jedoch: bitte zeitnah ärztlich abklären.

  • Plötzliche Rücken- oder Bauchschmerzen

  • Schmerzen in Flanke oder Leiste

  • Kreislaufprobleme, Schwäche, Schwindel

Wir dokumentieren die Messwerte standardisiert und vergleichen sie mit Vorbefunden. So können wir Wachstum sicher erkennen und den richtigen Zeitpunkt für eine weiterführende Gefäßtherapie einschätzen.

Indikation 3: Nach Therapie – Stenting/EVAR oder Operation (Nachsorge)

Nach einer Behandlung eines Aortenaneurysmas ist die strukturierte Nachsorge besonders wichtig. Je nach Verfahren unterscheiden sich die Fragestellungen. Nach einem endovaskulären Eingriff (EVAR/Stent) geht es vor allem um die Kontrolle der Endoprothese, die Dichtigkeit und die Stabilität des Behandlungsergebnisses. Nach einer offenen Operation stehen Verlauf, Durchgängigkeit und mögliche Spätfolgen im Vordergrund.

Nachsorge ist sinnvoll:

  • Nach EVAR/Stenting, um Komplikationen früh zu erkennen

  • Nach offener Operation, um den Verlauf sicher zu begleiten

  • Bei neu auftretenden Beschwerden oder unklaren Befunden

  • Zur langfristigen Risiko- und Gefäßprävention

Worauf wir besonders achten:

  • Stabiler Aortendurchmesser im behandelten Abschnitt

  • Hinweise auf Wiedererweiterung oder relevante Veränderungen

  • Beurteilung der angrenzenden Gefäßabschnitte (z. B. Beckenarterien)

  • Einordnung in das gesamte Arterioskleroserisiko

Je nach Ausgangssituation erfolgt die Nachsorge in abgestimmten Intervallen. Bei auffälligen Befunden koordinieren wir die nächsten Schritte strukturiert und binden – wenn erforderlich – Gefäßchirurgie oder interventionelle Zentren ein.

So läuft die Untersuchung ab

Die Untersuchung erfolgt in ruhiger Rückenlage. Wir messen die Aorta in mehreren Abschnitten. Die Messung ist schnell, nicht belastend und ohne Strahlung. Direkt danach besprechen wir das Ergebnis. Sie erhalten eine klare Empfehlung, ob ein Screening ausreichend ist oder ob Kontrollen bzw. weitere Schritte sinnvoll sind.

Das sollten Sie mitbringen:

- Handtuch
- Überweisung bei gesetzlich versicherten Patienten
- Vorbefunde
- Medikationsplan

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Medizinisch geprüft von Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, Ärztekammer), Weiterbildung Angiologie · Stand: August 2026 Grundlagen: S3-Leitlinie „Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Bauchaortenaneurysmas" (AWMF-Register-Nr. 004/014) sowie Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Ultraschall-Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Die Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei akuten Beschwerden wenden Sie sich bitte umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt, im Notfall an den Notruf 112.

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