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Gefäßmedizin 
Ultraschall bei chronischem Venenleiden

Spezialisierte Versorgung im Osten Berlins. Zwei Facharztkompetenzen, ein Team – persönlich, digital, ganzheitlich. Wir verbinden Diabetologie und Angiologie, weil Ihre Gefäße und Ihr Stoffwechsel eng zusammenhängen.

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Chronisch venöse Insuffizienz (Krampadern) – Diagnose, Ultraschall und moderne Therapie

Die chronisch venöse Insuffizienz (CVI) entsteht, wenn die Venen in den Beinen Blut nicht mehr ausreichend zum Herzen zurücktransportieren. Häufig liegt eine Klappenschwäche in den oberflächlichen Venen (Krampfadern/Varikose) zugrunde. Das Blut „versackt“ in den Beinen. Typische Folgen sind Schweregefühl, Schwellungen und sichtbare Venenveränderungen. Unbehandelt kann sich das Bild fortschreiten – bis hin zu Hautveränderungen und chronischen Wunden.
Im DGZO kombinieren wir klinische Untersuchung, Venenduplex-Ultraschall und eine strukturierte Therapieplanung. Je nach Befund behandeln wir vor Ort mit Sklerosierung oder koordinieren weiterführende Verfahren über kooperierende Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen.

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Indikation 1: Abklärung bei Beschwerden (klinisch + Ultraschall)

Eine CVI entwickelt sich oft schleichend. Viele Beschwerden werden zunächst als „normale“ Müdigkeit der Beine abgetan. Eine gezielte Diagnostik ist sinnvoll, wenn Symptome wiederkehrend auftreten oder zunehmen.

Typische Hinweise auf CVI/Varikose:

  • Schwere- oder Spannungsgefühl, vor allem abends

  • Schwellungen an Knöcheln/Unterschenkeln

  • Juckreiz, nächtliche Wadenkrämpfe, „unruhige Beine“

  • Sichtbare Krampfadern oder Besenreiser

  • Hautverfärbungen, Ekzeme, verhärtete Hautareale

  • Wiederkehrende Entzündungen oberflächlicher Venen (Thrombophlebitis)

  • Offene Stellen am Unterschenkel (Ulcus cruris)

So diagnostizieren wir:

  1. Klinische Untersuchung mit Blick auf Venenverlauf, Haut, Ödeme und Risikofaktoren.

  2. Venenduplex-Ultraschall: Wir prüfen, ob Venenklappen dicht schließen, ob ein Rückfluss (Reflux) besteht und welche Venenabschnitte betroffen sind. Dadurch lässt sich die Therapie gezielt planen.

  3. Einordnung: Wir erklären Ihnen verständlich, ob es sich um eine kosmetische Varikose oder eine medizinisch relevante CVI handelt – und welches Vorgehen sinnvoll ist.

Wichtig: Die Diagnostik inklusive Ultraschall wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, wenn eine medizinische Fragestellung besteht.

Indikation 2: Kontrolle bei bekannter CVI (Verlaufskontrolle)

Wenn bereits eine Krampfaderleiden oder eine Varikose bekannt ist, sind Kontrollen sinnvoll – besonders bei Veränderung der Beschwerden oder nach bereits erfolgter Therapie.

Kontrollen sind typischerweise angezeigt bei:

  • Zunehmender Schwellung oder Schmerzen

  • Neuer oder stärker sichtbarer Varikose

  • Hautveränderungen oder wiederkehrenden Entzündungen

  • Verlaufskontrolle bei Kompressionstherapie

  • Planung einer erneuten oder ergänzenden Behandlung

Im Ultraschall beurteilen wir Refluxstrecken und Fortschritt der Erkrankung und passen die Therapie entsprechend an.

Indikation 3: Therapie bei uns – Sklerosierung (Verödung)

Für geeignete Befunde bieten wir in der Praxis die Sklerosierung an. Dabei wird ein Verödungsmittel in die betroffene Vene eingebracht. Die Vene verschließt sich kontrolliert und wird vom Körper im Verlauf abgebaut. Ziel ist eine spürbare Entlastung und – je nach Befund – auch eine optische Verbesserung.

Sklerosierung ist besonders geeignet bei:

  • kleineren bis mittelgroßen Varizen (je nach Befund)

  • Seitenästen und bestimmten oberflächlichen Venenabschnitten

  • Beschwerden durch oberflächliche Refluxstrecken, wenn das Verfahren passt

So läuft die Behandlung ab:

  • Ultraschallbasierte Planung: Welche Vene ist verantwortlich?

  • Aufklärung zu Ziel, Ablauf, möglichen Nebenwirkungen und Verhalten danach

  • Durchführung in der Praxis

  • Nachsorgeempfehlungen (z. B. Kompression, Bewegung, Kontrolltermin)

Wenn eine OP, RFA oder Laser sinnvoll ist – enge Kooperation mit Gefäßchirurgie

Bei ausgeprägtem Krampfaderleiden, langen Refluxstrecken oder fortgeschrittener CVI sind oft interventionelle oder operative Verfahren die bessere Wahl. Dazu zählen:

  • Operation (z. B. Stripping/Seitenast-Entfernung je nach Technik)

  • RFA (Radiofrequenzablation)

  • Lasertherapie (endovenös)

Wir arbeiten hier mit kooperierenden Gefäßchirurginnen und Gefäßchirurgen zusammen. Wir übernehmen die Diagnostik und Indikationsstellung und koordinieren – falls nötig – die Weiterleitung. Auch die Nachkontrollen können strukturiert erfolgen.

Zusatz: Sklerosierung von Besenreisern (kosmetische Behandlung)

Besenreiser sind sehr feine, oberflächliche Venen. Häufig stehen sie kosmetisch im Vordergrund. Trotzdem gilt: Vor einer reinen Besenreiser-Behandlung sollte eine medizinische Abklärung erfolgen, um eine relevante CVI oder eine größere Refluxquelle nicht zu übersehen.

Ablauf bei Besenreisern:

  1. Ultraschall-Diagnostik zur Beurteilung der Venenklappen und Refluxstrecken

  2. Beratung: Was ist realistisch? Wie viele Sitzungen sind zu erwarten?

  3. Sklerosierung der Besenreiser in einer oder mehreren Sitzungen

  4. Nachsorge mit Kompressionsempfehlungen und Verlaufskontrolle nach Bedarf

Wichtig zur Abrechnung:

  • Die Ultraschall-Diagnostik bei medizinischer Fragestellung ist eine Kassenleistung.

  • Die Sklerosierung von Besenreisern ist in der Regel keine Kassenleistung. Wir bieten sie als IGeL an.

  • Kostenrahmen: ca. 50–150 € pro Behandlung, je nach Ausprägung und Aufwand. Das besprechen wir transparent vorab mit Ihnen.

Mehr zur Sklerosierung im DGZO

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Dr. Ulrike Stützer

Fachärztin für Allgemeinmedizin, Diabetologin (DDG)

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Dr. Michael Fiedler MHBA

Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie (DDG, LÄK), Weiterbildung Angiologie und Ernährungsmedizin (DGEM)

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