Beinvenenthrombose (TVT) abklären – Gefäßarzt in Berlin-Lichtenberg
Das Wichtigste in Kürze
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Eine Beinvenenthrombose ist ein medizinischer Notfall – bei Verdacht zählt jeder Tag.
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Venenduplex der Beinvenen: schmerzfrei, ohne Strahlung, ca. 20–30 Minuten.
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Vor der Untersuchung ist eine Vorstellung beim Hausarzt mit Überweisung erforderlich.
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Warnzeichen einer Lungenembolie (Atemnot, Brustschmerz) sind ein Fall für den Notruf 112.
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Durchgeführt von Dr. med. Michael Fiedler, MHBA – Weiterbildung Angiologie.
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Wustrower Str. 20, 13051 Berlin-Lichtenberg · Termin online über Doctolib.

Thrombose – schnelle Diagnostik rettet Leben
Eine Beinvenenthrombose ist ein medizinischer Notfall. Wenn sich in einer tiefen Vene ein Blutgerinnsel bildet, kann es den Blutfluss blockieren. Das Gefährliche: Teile des Gerinnsels können sich lösen und eine Lungenembolie auslösen. Deshalb gilt: Bei Verdacht muss die Abklärung dringlich erfolgen.
Wichtig für unsere Abläufe: Vor der Untersuchung ist zwingend eine Vorstellung beim Hausarzt erforderlich. Dort erfolgt die erste Einschätzung, die Dringlichkeitseinordnung und – wenn nötig – die sofortige Einleitung der nächsten Schritte. Mit einer entsprechenden Überweisung bzw. Notfallzuweisung können wir die Diagnostik zeitnah durchführen.
Die Diagnostik übernimmt Dr. med. Michael Fiedler, MHBA – Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK) mit Weiterbildung Angiologie. Insbesondere bei Diabetes und Immobilisation hängen Gefäß- und Stoffwechselrisiken eng zusammen, weshalb er bei Bedarf eng mit Dr. med. Ulrike Stützer, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Diabetologin DDG, zusammenarbeitet.
Was ist die Untersuchung?
Wir führen eine Duplexsonografie der Beinvenen (Venenduplex) durch. Damit beurteilen wir die tiefen und – je nach Fragestellung – auch die oberflächlichen Venen. Das Verfahren ist schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung und liefert in kurzer Zeit eine klare Aussage: Thrombose ja oder nein, wo sie liegt und wie ausgedehnt sie ist.


Indikation 1: Akuter Verdacht – dringend abklären (Notfall)
Ein Thromboseverdacht sollte immer ernst genommen werden. Typisch ist, dass die Beschwerden einseitig auftreten und sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln. Manchmal sind die Symptome aber auch unauffällig. Deshalb zählt das Gesamtbild aus Beschwerden, Risikofaktoren und ärztlicher Einschätzung.
Typische Akutbeschwerden einer Thrombose
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Einseitige Schwellung von Unterschenkel oder Bein
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Schmerz oder Druckgefühl, oft in der Wade, manchmal im Oberschenkel
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Überwärmung und Spannungsgefühl
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Rötung oder bläuliche Verfärbung
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Zunehmende Beschwerden beim Stehen oder Gehen
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Sichtbar hervortretende oberflächliche Venen (Umgehungskreisläufe)
Mögliche Komplikationen – deshalb ist Eile wichtig
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Lungenembolie: akute Atemnot, Brustschmerz, Herzrasen, Schwindel, Kollaps
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Fortgeleitete Thrombose: Ausbreitung in größere Venenabschnitte
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Langfristig: postthrombotisches Syndrom mit chronischen Beschwerden und Hautveränderungen
Wenn zusätzlich Zeichen einer möglichen Lungenembolie auftreten (z. B. Atemnot, Thoraxschmerz, Ohnmacht, Bluthusten), ist das ein akuter Notfall. In diesem Fall sollte sofort der Rettungsdienst kontaktiert werden.
Typische Risikofaktoren (Auswahl)
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Längere Immobilisation, Bettlägerigkeit, Gips, lange Reisen
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Operationen oder Verletzungen, besonders an Becken/Bein
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Schwangerschaft/Wochenbett, hormonelle Verhütung
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Tumorerkrankungen
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Frühere Thrombose oder bekannte Gerinnungsstörung
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Ausgeprägte Krampfadern, Entzündungen der Venen (oberflächliche Thrombophlebitis)
Wichtig: Die Abklärung darf nicht „abgewartet“ werden. Eine frühe Diagnose verbessert die Therapie und reduziert das Risiko von Komplikationen.
Indikation 2: Kontrolle nach Thrombose – Verlauf, Restthromben, Folgeschäden
Nach einer bereits diagnostizierten Beinvenenthrombose ist die Verlaufskontrolle wichtig, um den Behandlungserfolg zu beurteilen. Per Duplexsonografie prüfen wir, ob sich das Gerinnsel zurückbildet (Rekanalisation), ob Restthromben oder Klappenschäden zurückbleiben und ob sich Anzeichen eines postthrombotischen Syndroms zeigen. Die Kontrolle unterstützt außerdem gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die Entscheidung über Dauer und Intensität der Blutverdünnung (Antikoagulation). Kontrollen sind typischerweise angezeigt bei: - Bekannter, bereits behandelter Beinvenenthrombose - Fortbestehenden oder neu auftretenden Beschwerden (Schwellung, Schweregefühl, Schmerzen) - Anstehender Entscheidung über Fortführung oder Beendigung der Antikoagulation - Verdacht auf ein Thromboserezidiv - Hinweisen auf ein postthrombotisches Syndrom (chronische Schwellung, Hautveränderungen) Wir dokumentieren die Befunde standardisiert und vergleichen sie mit Vorwerten. So lässt sich objektiv beurteilen, ob sich das Gerinnsel weiter zurückbildet, ob neue Abschnitte betroffen sind oder ob der Befund stabil ist. Daraus leiten wir gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die weiteren Schritte ab.
So läuft die Untersuchung ab
Sie liegen entspannt, das Bein wird abschnittsweise untersucht. Wir prüfen, ob die Venen komprimierbar sind, wie der Blutfluss aussieht und ob Klappenfunktionen erhalten sind. Bei Verdacht auf eine frische Thrombose erfolgt die Untersuchung strukturiert entlang der tiefen Leitvenen (Leiste, Oberschenkel, Kniekehle, Unterschenkel) und wird bei Bedarf erweitert. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung etwa 20 bis 30 Minuten und ist schmerzfrei. Bei begründetem Verdacht auf eine Thrombose ist die Duplexsonografie der Beinvenen eine Kassenleistung; gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten bringen dafür bitte die Überweisung mit.
Das sollten Sie mitbringen:
- Handtuch
- Überweisung bei gesetzlich versicherten Patienten
- Vorbefunde
- Medikationsplan
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Dr. med. Ulrike Stützer
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Diabetologin (DDG), Adiposiologin (DDG)

Dr. med. Michael Fiedler, MHBA
Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie (DDG, LÄK), Weiterbildung Angiologie und Ernährungsmedizin (DGEM)
Notfall: Treten zusätzlich zu einer Beinschwellung Zeichen einer möglichen Lungenembolie auf – akute Atemnot, Brustschmerz, Herzrasen, Schwindel oder Kollaps – wählen Sie sofort den Notruf 112. Medizinisch geprüft von Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK), Weiterbildung Angiologie · Stand: August 2026 Quellen: S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie", AWMF-Registernummer 065-002 · Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA) · Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch eine individuelle Beratung. Diagnose und Therapie erfolgen ausschließlich im persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt. DGZO – Diabetes & Gefäßzentrum Ost · Wustrower Str. 20, 3. OG rechts, 13051 Berlin Telefon 030 24334370 · info@dgzo-berlin.de Sprechzeiten: Mo–Fr 08:00–13:00 Uhr, Mo + Di zusätzlich 14:00–18:00 Uhr
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