Gefäßmedizin
Akute Thrombose
Spezialisierte Versorgung im Osten Berlins. Zwei Facharztkompetenzen, ein Team – persönlich, digital, ganzheitlich. Wir verbinden Diabetologie und Angiologie, weil Ihre Gefäße und Ihr Stoffwechsel eng zusammenhängen.

Thrombose – schnelle Diagnostik rettet Leben
Eine Beinvenenthrombose ist ein medizinischer Notfall. Wenn sich in einer tiefen Vene ein Blutgerinnsel bildet, kann es den Blutfluss blockieren. Das Gefährliche: Teile des Gerinnsels können sich lösen und eine Lungenembolie auslösen. Deshalb gilt: Bei Verdacht muss die Abklärung dringlich erfolgen.
Wichtig für unsere Abläufe: Vor der Untersuchung ist zwingend eine Vorstellung beim Hausarzt erforderlich. Dort erfolgt die erste Einschätzung, die Dringlichkeitseinordnung und – wenn nötig – die sofortige Einleitung der nächsten Schritte. Mit einer entsprechenden Überweisung bzw. Notfallzuweisung können wir die Diagnostik zeitnah durchführen.
Was ist die Untersuchung?
Wir führen eine Duplexsonografie der Beinvenen (Venenduplex) durch. Damit beurteilen wir die tiefen und – je nach Fragestellung – auch die oberflächlichen Venen. Das Verfahren ist schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung und liefert in kurzer Zeit eine klare Aussage: Thrombose ja oder nein, wo sie liegt und wie ausgedehnt sie ist.


Indikation 1: Akuter Verdacht – dringend abklären (Notfall)
Ein Thromboseverdacht sollte immer ernst genommen werden. Typisch ist, dass die Beschwerden einseitig auftreten und sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln. Manchmal sind die Symptome aber auch unauffällig. Deshalb zählt das Gesamtbild aus Beschwerden, Risikofaktoren und ärztlicher Einschätzung.
Typische Akutbeschwerden einer Thrombose
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Einseitige Schwellung von Unterschenkel oder Bein
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Schmerz oder Druckgefühl, oft in der Wade, manchmal im Oberschenkel
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Überwärmung und Spannungsgefühl
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Rötung oder bläuliche Verfärbung
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Zunehmende Beschwerden beim Stehen oder Gehen
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Sichtbar hervortretende oberflächliche Venen (Umgehungskreisläufe)
Mögliche Komplikationen – deshalb ist Eile wichtig
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Lungenembolie: akute Atemnot, Brustschmerz, Herzrasen, Schwindel, Kollaps
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Fortgeleitete Thrombose: Ausbreitung in größere Venenabschnitte
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Langfristig: postthrombotisches Syndrom mit chronischen Beschwerden und Hautveränderungen
Wenn zusätzlich Zeichen einer möglichen Lungenembolie auftreten (z. B. Atemnot, Thoraxschmerz, Ohnmacht, Bluthusten), ist das ein akuter Notfall. In diesem Fall sollte sofort der Rettungsdienst kontaktiert werden.
Typische Risikofaktoren (Auswahl)
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Längere Immobilisation, Bettlägerigkeit, Gips, lange Reisen
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Operationen oder Verletzungen, besonders an Becken/Bein
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Schwangerschaft/Wochenbett, hormonelle Verhütung
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Tumorerkrankungen
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Frühere Thrombose oder bekannte Gerinnungsstörung
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Ausgeprägte Krampfadern, Entzündungen der Venen (oberflächliche Thrombophlebitis)
Wichtig: Die Abklärung darf nicht „abgewartet“ werden. Eine frühe Diagnose verbessert die Therapie und reduziert das Risiko von Komplikationen.
Indikation 2: Kontrolle nach Thrombose – Verlauf, Restthromben, Folgeschäden
Bei bereits diagnostizierter pAVK ist die regelmäßige Kontrolle wichtig. Die Erkrankung kann stabil bleiben, aber auch fortschreiten. Ziel ist, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung anzupassen. Das betrifft sowohl die Gefäße als auch die Risikofaktoren wie Blutdruck, Diabetes, Blutfette und Rauchen.
Kontrollen sind typischerweise angezeigt bei:
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Bekannter pAVK mit oder ohne Beschwerden
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Veränderter Gehstrecke oder neuen Symptomen
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Nachweis von Plaques/Verkalkungen in Voruntersuchungen
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Diabetes, wenn zusätzlich ein erhöhtes Risiko für Unterschenkel- und Fußarterien besteht
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Beurteilung des Therapieerfolgs (Gehtraining, Medikamente, Risikofaktor-Management)
Wir dokumentieren die Befunde standardisiert und vergleichen sie mit Vorwerten. So lässt sich objektiv beurteilen, ob eine Engstelle zunimmt, ob neue Segmente betroffen sind oder ob die Durchblutung stabil ist. Daraus leiten wir klare Empfehlungen zu Kontrolle, Training und medikamentöser Therapie ab.
So läuft die Untersuchung ab
Sie liegen entspannt, das Bein wird abschnittsweise untersucht. Wir prüfen, ob die Venen komprimierbar sind, wie der Blutfluss aussieht und ob Klappenfunktionen erhalten sind. Bei Verdacht auf eine frische Thrombose erfolgt die Untersuchung strukturiert entlang der tiefen Leitvenen (Leiste, Oberschenkel, Kniekehle, Unterschenkel) und wird bei Bedarf erweitert.
Das sollten sie mitbringen:
- Handtuch
- Überweisung bei gesetzlich versicherten Patienten
- Vorbefunde
- Medikationsplan

Dr. Ulrike Stützer
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Diabetologin (DDG)

Dr. Michael Fiedler MHBA
Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie (DDG, LÄK), Weiterbildung Angiologie und Ernährungsmedizin (DGEM)

Dr. Linda Klein
Fachärztin für Allgemeinmedizin, Diabetologin (DDG)

Dr. Niklas Kuhn
Facharzt für Allgemeinmedizin, Diabetologin (DDG)
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