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Diabetes-Folgeerkrankungen früh erkennen – Screening in Berlin

Das Wichtigste in Kürze

  • Folgeschäden an Nieren, Augen und Nerven entstehen über Jahre – meist ohne Beschwerden.

  • Fünf Bereiche im Blick: Füße, Nieren, Augen, Leber und Gefäße – strukturiert einmal jährlich.

  • Netzhautscreening mit Funduskamera und KI-Auswertung direkt bei uns in der Praxis.

  • Nierencheck über eGFR und Albumin im Urin – der empfindlichste Frühmarker.

  • Leber-Screening auf Fettleber und MASH, auch ohne Beschwerden.

  • Gefäßultraschall von Hals, Bauch und Beinen im selben Haus, oft im selben Termin.

  • Wustrower Str. 20, 13051 Berlin-Lichtenberg · Eröffnung 11. Januar 2027.

Netzhautaufnahme mit der Funduskamera zum Retinopathie-Screening – DGZO Berlin-Lichtenberg
Gefäßultraschall im Rahmen des Folgeerkrankungs-Screenings – DGZO Berlin

Screening auf Folgeerkrankungen bei Diabetes – Spätfolgen früh erkennen

Diabetes tut nicht weh – und das ist das Problem. Nieren-, Augen- und Nervenschäden entwickeln sich über Jahre, ohne dass Sie etwas davon merken. Wenn Beschwerden auftreten, ist der Schaden oft schon fortgeschritten und nur noch begrenzt umkehrbar. Genau deshalb ist strukturiertes Screening kein Zusatzangebot, sondern der Kern einer guten Diabetesbetreuung. Wir kontrollieren fünf Bereiche nach festem Rhythmus, damit nichts übersehen wird. Durchgeführt wird das Screening von Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK) mit Weiterbildung Angiologie, und Dr. med. Ulrike Stützer, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Diabetologin DDG.

Netzhautaufnahme mit der Funduskamera zum Retinopathie-Screening – DGZO Berlin-Lichtenberg

Wie oft wird kontrolliert?

Als Faustregel gilt: einmal jährlich, bei auffälligen Befunden häufiger.

Füße und Nervenstatus jährlich,

bei erhöhtem Risiko häufiger Nierenwerte (eGFR und UACR) jährlich

Augenhintergrund jährlich, bei niedrigem Risiko alle zwei Jahre

Leber-Screening risikoadaptiert

Gefäßultraschall nach Befund und Risikoprofil

 

Wenn Sie am DMP Diabetes teilnehmen, sind diese Intervalle fest hinterlegt – Sie müssen selbst an nichts denken.

Unser Screening-Konzept: alle Organsysteme regelmäßig im Blick
1) Füße: Screening auf Polyneuropathie & Diabetisches Fußsyndrom (DFS)

Viele Fußprobleme entstehen, weil eine diabetische Polyneuropathie das Schmerz- und Druckempfinden reduziert. Kleine Druckstellen, Verletzungen oder Infektionen bleiben dann unbemerkt – und können sich zu chronischen Wunden entwickeln. Im DGZO gehört die Fuß- und Nervenkontrolle zu den Routineterminen: Wir schauen uns Haut, Nägel und Druckstellen an, prüfen Sensibilität (z. B. Monofilament/Vibration) und berücksichtigen auch die Durchblutung (Pulsstatus/ggf. weitere Tests). Die Häufigkeit richtet sich nach Ihrem persönlichen Risiko.

Hier liegt unser Unterschied zu einer reinen Diabetespraxis: Die Gefäßuntersuchung ist bei uns Teil des Screenings, keine Überweisung. Halsschlagader, Bauchschlagader und Beinarterien untersuchen wir im selben Haus – bei Bedarf im selben Termin.

2) Nieren: Screening auf diabetische Nephropathie im Labor und Urin

Nierenschäden machen anfangs fast nie Beschwerden – sind aber früh im Labor erkennbar. Deshalb prüfen wir routinemäßig Nierenfunktion (eGFR) und Albumin im Urin (UACR). Auffällige Werte besprechen wir sofort und leiten – je nach Befund – die nächsten Schritte ein (z. B. engmaschigere Kontrollen, Therapieanpassungen, ggf. Mitbetreuung).

3) Augen: Retinopathiescreening mit KI

Diabetische Netzhautveränderungen entwickeln sich oft unbemerkt, sind aber gut behandelbar, wenn sie früh entdeckt werden. Wir überweisen Sie deshalb regelmäßig zum Augenarzt – je nach Risiko jährlich oder alle zwei Jahre. Zusätzlich bieten wir im DGZO (je nach Situation) ein Screening vor Ort an: Netzhautaufnahmen (Funduskamera) mit KI-gestützter Auswertung als Vorscreening/Frühwarnsystem. Auffällige Befunde führen konsequent zur zeitnahen augenärztlichen Abklärung – die augenärztliche Diagnostik wird dadurch nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt.

4) Leber: diabetische Lebererkrankung / MASH – warum Screening so wichtig ist

Bei Diabetes (v. a. in Kombination mit Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen) kommt eine metabolisch bedingte Fettleber häufig vor. Gefährlich wird es, wenn daraus eine entzündliche Form entsteht (MASH): Dann kann sich die Erkrankung zu Leberfibrose und später Leberzirrhose entwickeln – und auch Leberzellkrebs ist möglich, teils sogar ohne vorherige Zirrhose. Entscheidend für die Prognose ist insbesondere das Ausmaß der Fibrose. Deshalb ist ein strukturiertes Screening wichtig, auch wenn man sich „eigentlich gesund“ fühlt. Im DGZO screenen wir risikoadaptiert (z. B. Leberwerte, Ultraschall, nicht-invasive Risikoeinschätzung) und leiten bei Auffälligkeiten die passende Diagnostik und Therapie ein.

Last but not least: Impfungen: bei Diabetes besonders wichtig

Menschen mit Diabetes sind anfälliger für Infektionen und haben häufiger schwere Verläufe. Ein aktueller Impfstatus ist daher eine zentrale Präventionsmaßnahme. Im DGZO prüfen wir Ihren Impfpass und empfehlen – orientiert an den aktuellen Empfehlungen – alle relevanten Standard- und Indikationsimpfungen (z. B. Influenza, Pneumokokken, COVID-19, RSV, Herpes Zoster – je nach Alter, Risiko und Vorerkrankungen).

Das sollten Sie mitbringen:

- Vorbefunde inkl. Arztberichte
- Medikationsplan
- Impfausweis

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Ihre Behandler im DGZO

Termin sichern ab Oktober 2026
Porträt von Dr. med. Ulrike Stützer, Diabetologin und Adiposiologin DDG im DGZO Berlin

Dr. med. Ulrike Stützer

Fachärztin für Allgemeinmedizin, Diabetologin (DDG), Adiposiologin (DDG)

Porträt von Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Diabetologe und Angiologe im DGZO Berlin

Dr. med. Michael Fiedler, MHBA

Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie (DDG, LÄK), Weiterbildung Angiologie und Ernährungsmedizin (DGEM)

Medizinisch geprüft von Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK), Weiterbildung Angiologie und Ernährungsmedizin (DGEM) · Stand: August 2026 Quellen: Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes · Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) · Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut Hinweis: Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch eine individuelle Beratung. Das Netzhautscreening mit KI-gestützter Auswertung dient als Vorscreening und ersetzt die augenärztliche Untersuchung nicht. Kontrollintervalle werden individuell festgelegt. DGZO – Diabetes & Gefäßzentrum Ost · Wustrower Str. 20, 3. OG rechts, 13051 Berlin Telefon 030 24334370 · info@dgzo-berlin.de Sprechzeiten: Mo–Fr 08:00–13:00 Uhr, Mo + Di zusätzlich 14:00–18:00 Uhr

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