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Thrombose-Ausschluss in Berlin: warum der Termin so schwer ist – und wie es schneller geht

  • Autorenbild: Dr. med. Michael Fiedler MHBA
    Dr. med. Michael Fiedler MHBA
  • vor 2 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Key Facts

  • Bei Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose soll so zeitnah abgeklärt werden, dass noch am selben Tag eine Therapieentscheidung möglich ist.

  • Der Ausschluss gelingt meist in einem einzigen Termin: klinische Wahrscheinlichkeit, D-Dimer, Ultraschall.

  • D-Dimer-Grenzwert 500 µg/l; ab 50 Jahren gilt ein altersadjustierter Wert.

  • Die Kompressionssonographie dauert rund 15 Minuten, ist schmerzfrei und braucht keine Vorbereitung.

  • Atemnot, Brustschmerz oder Kreislaufschwäche: sofort 112 – nicht auf einen Termin warten.

  • Das DGZO hält Direkttermine für zuweisende Praxen frei, buchbar mit einem Klick.

  • Start ab 2027!

Thrombose Ausschluss in Berlin mit Kompressionssonografie im DGZO durch Dr. Fiedler


Thrombose-Ausschluss in Berlin: Warum das DGZO hier anders arbeitet

Eine tiefe Beinvenenthrombose zeigt sich selten spektakulär. Typisch sind eine einseitige Schwellung, ein Spannungs- oder Schweregefühl, ziehende Wadenschmerzen, überwärmte oder bläulich verfärbte Haut und deutlicher hervortretende oberflächliche Venen. Häufig beginnt es nach einer Operation, einer langen Reise, einer Ruhigstellung im Gips oder in der Schwangerschaft.

Wichtig ist die Asymmetrie: Zwei dicke Beine sprechen eher für eine Herz-, Nieren- oder Venenschwäche, ein dickes Bein für eine Thrombose. Sicher unterscheiden lässt sich das nur mit Ultraschall der Beinvenen.


Warum der Termin so schwer zu bekommen ist


Der Engpass ist kein Unwille, sondern Struktur. Die Untersuchung, die eine Thrombose sicher ausschließt, ist die duplexgestützte Kompressionssonographie von der Leiste bis zu den Unterschenkelvenen. Sie braucht ein gutes Gerät, einen geschulten Untersucher und einen festen Zeitblock – und der ist in vollen Kalendern Wochen im Voraus vergeben. Ein akuter Verdacht passt da nicht hinein.

  • Dazu kommen drei Effekte:

    1. Die Praxis kennt den Dringlichkeitsgrad nicht. Am Telefon klingt „geschwollenes Bein" wie hundert andere Anliegen und kann harmlos sein.

    2. Die Rettungsstelle ist der Notausgang. Dort wird die akute Gefahr abgewendet, die vollständige venöse Sonographie mit Befundbrief steht aber nicht rund um die Uhr zur Verfügung – und der definitive Ausschluss landet Tage später doch wieder in der Praxis.

    3. Doppelwege kosten Kapazität. Wer zweimal untersucht wird, blockiert einen Termin, den ein anderer akut gebraucht hätte.


Genau an dieser Stelle setzt unser Zuweiser-Modell an: Wer den Verdacht stellt, soll den Termin auch vergeben können.


Diagnostik: so läuft der Thrombose-Ausschluss ab

Die Leitlinie sieht einen dreistufigen Weg vor. Er ist schnell, wenn er in einer Hand bleibt.

Klinische Wahrscheinlichkeit (Wells-Score)

Am Anfang steht eine strukturierte Einschätzung. Der Wells-Score bewertet Vorgeschichte und Befund und teilt in zwei Gruppen: 0 bis 1 Punkt bedeutet niedrige, 2 Punkte und mehr hohe klinische Wahrscheinlichkeit. Diese Einordnung entscheidet, wie es weitergeht.

D-Dimer-Bestimmung

Bei niedriger Wahrscheinlichkeit schließt ein normwertiger, hochsensitiver D-Dimer-Test eine Thrombose mit hoher Sicherheit aus. Der übliche Grenzwert liegt bei 500 µg/l; ab dem 50. Lebensjahr wird altersadjustiert gerechnet (Lebensalter × 10). Ein erhöhter Wert beweist umgekehrt nichts – er steigt auch bei Entzündung, Operation, Tumor und in der Schwangerschaft.

Kompressionssonographie

Der eigentliche Beweis oder Ausschluss erfolgt im Ultraschall. Lässt sich eine Vene mit dem Schallkopf vollständig zusammendrücken, ist sie offen; bleibt sie stehen, liegt ein Gerinnsel vor. Untersucht wird von der Leiste bis in die Unterschenkelvenen, ergänzt durch die Duplexdarstellung des Blutflusses. Das Ganze dauert rund 20 Minuten, ist schmerzfrei, und Sie können danach direkt wieder gehen. Bei unklarem oder eingeschränktem Befund sieht die Leitlinie eine Kontrolluntersuchung nach vier bis sieben Tagen vor.

Ultraschall im DGZO zur Thrombose Diagnostik in Berlin Lichtenberg


Wie ist das beste Vorgehen:

Die Reihenfolge entscheidet über den Termin.

  1. Vorstellung beim Hausarzt und Terminvereinbarung zum Thromboseausschluss direkt beim Hausarzt über unser spezielles Buchungssystem (spezieller Code wird Hausärzten in Umgebung Hohenschönhausen/Ahrensfelde/Lichtenberg zugeschickt)

  2. Telefon: Sagen Sie nicht „ich hätte gern einen Ultraschall", sondern nennen Sie den Verdacht und die Fakten:

    - „Mein Hausarzt hat den Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose geäußert."

    - Seit wann das Bein geschwollen ist, und dass es einseitig ist.

    - Auslöser: Operation, Gipsverband, lange Reise, Schwangerschaft, frühere Thrombose.

    - Ob Sie bereits blutverdünnende Medikamente einnehmen.

    - Ob ein D-Dimer-Wert vorliegt – und welcher.

Bitten Sie Ihre Hausarztpraxis ausdrücklich, den Termin selbst zu buchen. Zwei Minuten Arzt-zu-Praxis-Kommunikation ersparen Ihnen häufig einen ganzen Tag Warteschleife. Wichtig: auch Dr. Fiedler macht mal Urlaub oder ist nicht vor Ort: an diesen Tagen können keine Thromboseverdachtsfälle behandelt werden im DGZO.


Wann die 112 gilt

Ein Thrombose-Verdacht ist ein Fall für einen schnellen Termin. Eine Lungenembolie ist ein Notfall. Wählen Sie sofort die 112, wenn zusätzlich zum geschwollenen Bein auftreten:

  • plötzliche Atemnot oder beschleunigte Atmung

  • Brustschmerz, besonders beim Einatmen

  • Herzrasen, Schwindel, Kollaps oder Bewusstlosigkeit

  • Bluthusten

Außerhalb der Sprechzeiten, aber ohne diese Alarmzeichen, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 der richtige Weg.


Direkttermine für Haus- und Facharztpraxen

Weil das DGZO neu startet, haben wir Kapazität – und setzen sie gezielt für akute Fragestellungen ein. Zuweisende Praxen erhalten einen Buchungszugang und belegen den Thrombose-Ausschluss mit einem Klick selbst. Kein Faxformular, keine Warteschleife, kein Umweg über die Rettungsstelle. Für die Praxis heißt das: Der Fall ist mit der Buchung erledigt. Für die Patientin: ein Termin, ein Ultraschall, ein Befund. Kolleginnen und Kollegen erreichen uns unter 030 24334370 oder info@dgzo-berlin.de.


Ablauf im DGZO: in vier Schritten zum klaren Befund

  1. Anmeldung mit Dringlichkeitsvermerk – telefonisch, über die Online-Terminbuchung oder direkt durch die zuweisende Praxis.

  2. Anamnese und Wells-Score – wir erfassen Auslöser, Vorerkrankungen und aktuelle Medikamente, inklusive bereits begonnener Antikoagulation.

  3. Kompressionssonographie beider Beine im Vergleich, bei Bedarf ergänzt um die Bestimmung der D-Dimere.

  4. Befund und Plan im selben Termin – Entwarnung mit Erklärung der Alternativursache, oder Beginn der Therapie mit Rezept, Kompressionsversorgung und Befundbrief an die überweisende Praxis.


Kurzfazit

Der Engpass liegt nicht in der Untersuchung selbst, sondern im Weg dorthin. Wer den Verdacht klar benennt, die richtigen Angaben am Telefon macht und die Buchung über die überweisende Praxis laufen lässt, bekommt in aller Regel innerhalb eines Tages Klarheit. Bei Atemnot oder Brustschmerz gilt weiterhin: 112, sofort. Thrombose-Ausschluss in Berlin im DGZO.


Häufige Fragen

Wie schnell muss ich bei einem Thrombose-Verdacht untersucht werden?

So schnell, dass noch am selben Tag über eine Therapie entschieden werden kann – so formuliert es die Leitlinie. Ist eine Abklärung nicht zeitnah möglich, wird bei hoher klinischer Wahrscheinlichkeit bereits vorher mit einer gerinnungshemmenden Therapie begonnen und der Ultraschall nachgeholt.


Reicht ein D-Dimer-Test aus, um eine Thrombose auszuschließen?

Nur bei niedriger klinischer Wahrscheinlichkeit. Dann schließt ein normwertiger, hochsensitiver Test die Thrombose mit hoher Sicherheit aus. Bei hoher Wahrscheinlichkeit ist der Ultraschall unverzichtbar – auch bei unauffälligem Laborwert.


Muss ich mit Thrombose-Verdacht in die Rettungsstelle?

Nein, solange keine Atemnot, kein Brustschmerz und keine Kreislaufsymptome bestehen. Für das isoliert geschwollene Bein ist ein kurzfristiger fachärztlicher Termin der bessere Weg, weil dort die vollständige venöse Sonographie mit Befundbrief in einem Durchgang erfolgt.


Brauche ich eine Überweisung für den Thrombose-Ausschluss?

Für die gesetzliche Krankenversicherung ja – bringen Sie die Überweisung Ihrer Hausarztpraxis mit. Praktisch schneller sind Sie, wenn die Praxis den Termin gleich selbst über unseren Zuweiser-Zugang bucht.


Wer führt die Gefäßdiagnostik im DGZO durch?

Die venöse Sonographie übernimmt Dr. med. Michael Fiedler, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie mit Weiterbildung Angiologie. Die diabetologische Mitbetreuung liegt bei Dr. med. Ulrike Stützer.


Was kann die 116117 bei einem dringenden Termin tun?

Die Terminservicestelle vermittelt bei dringlicher Überweisung einen fachärztlichen Termin, in der Regel innerhalb weniger Tage. Für einen akuten Thrombose-Verdacht ist das oft zu spät – deshalb zuerst die direkte Praxisanfrage, dann die 116117 als Rückfallebene.


Termin und Vorbereitung

Buchen Sie online über die DGZO-Terminvergabe oder telefonisch unter 030 24334370. Bringen Sie mit: die Überweisung, Ihren Medikationsplan (besonders wichtig bei Blutverdünnern), Vorbefunde früherer Venenuntersuchungen und – falls vorhanden – den D-Dimer-Wert. Tragen Sie Kleidung, die die Beine frei zugänglich lässt; die Online-Anamnese vorab spart spürbar Zeit. Details zur Untersuchung finden Sie auf unserer Seite zur Abklärung der Beinvenenthrombose, die gleiche Terminlogik bei arteriellen Beschwerden im Beitrag zur Schaufensterkrankheit (pAVK).

Termine, die Sie nicht wahrnehmen können, bitte mindestens 24 Stunden vorher absagen – sonst berechnen wir eine Ausfallgebühr in Höhe der vorgesehenen Leistung. Der Platz geht dann an jemanden, der ihn akut braucht.


Quellen und Leitlinien


Medizinisch geprüft von Dr. med. Michael Fiedler, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK) ,Weiterbildung Angiologie · Stand: August 2026

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten Beschwerden wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117, im Notfall an die 112

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Wir erheben eine Ausfallgebühr in Höhe der abzurechnenden Leistung, wenn Sie Ihren Termin nicht mind. 24h zuvor absagen.

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