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Diabetes-Schwerpunktpraxis in Berlin: Was sie wirklich leistet

Autorenbild: Dr. med. Michael Fiedler MHBA
Dr. med. Michael Fiedler MHBA
22. Aug.
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Sept.

Key Facts

  • Eine Schwerpunktpraxis betreut Diabetes dauerhaft, nicht nur im Akutfall.

  • Termine finden meist einmal pro Quartal statt, also viermal im Jahr.

  • Kontrolliert werden Augen, Nieren, Nerven, Füße, Blutfette und Leber.

  • Schulung und Ernährungsberatung gehören zum Leistungsumfang dazu.

  • CGM-Sensoren und Insulinpumpen werden eingestellt, ausgewertet und angepasst.

  • Im DGZO kommt die Gefäßmedizin dazu – im selben Haus, ohne zweiten Termin.


Arztpraxis in Berlin Lichtenberg Diabetes Schwerpunktpraxis Dr. Fiedler und Dr. Stützer an der Anmeldung

Was eine Schwerpunktpraxis von der Hausarztpraxis unterscheidet

Die Hausarztpraxis ist und bleibt die erste Anlaufstelle. Sie stellt die Diagnose, verordnet die Basistherapie und behält den ganzen Menschen im Blick. Eine diabetologische Schwerpunktpraxis kommt dann dazu, wenn es komplizierter wird: wenn die Blutzuckerwerte trotz Therapie nicht stimmen, wenn Insulin oder eine Pumpe im Spiel ist, wenn Folgeerkrankungen auftreten oder wenn eine Schwangerschaft ansteht.

Der praktische Unterschied liegt in drei Dingen: Zeit, Technik und Team. Ein Diabetestermin dauert bei uns deutlich länger als eine Routinesprechstunde. Sensordaten werden nicht überflogen, sondern ausgewertet. Und neben den Ärztinnen und Ärzten arbeiten Diabetesberaterinnen im Team, die den Alltag mit Ihnen durchgehen – Essen, Sport, Reisen, Krankheitstage, Schichtdienst.


Diagnose: den Diabetes richtig einordnen

Bevor eine Therapie sinnvoll geplant werden kann, muss klar sein, um welchen Diabetes es überhaupt geht. Das ist keine Formsache: Ein spät auftretender Typ-1-Diabetes wird häufig jahrelang als Typ 2 behandelt – mit Tabletten, die nicht wirken können.


Labor: die Werte, auf die es ankommt

Zur Einordnung gehören der Langzeitwert HbA1c, der Nüchternblutzucker und – je nach Situation – der Zuckerbelastungstest. Ab einem HbA1c von 6,5 Prozent gilt ein Diabetes als gesichert, der Bereich zwischen 5,7 und 6,4 Prozent wird als Prädiabetes eingeordnet. Ergänzt wird das um Nierenwerte, Blutfette, Leberwerte und bei unklaren Fällen um Antikörper- und C-Peptid-Bestimmungen.


Anamnese: was Laborwerte nicht zeigen

Wie schnell ist das Gewicht gefallen oder gestiegen? Gibt es Autoimmunerkrankungen in der Familie? Welche Medikamente beeinflussen den Zucker mit? Diese Fragen entscheiden häufiger über die richtige Diagnose als ein einzelner Messwert.


Dauerbetreuung: was in den Quartalsterminen passiert

Diabetes ist eine Erkrankung, die über Jahrzehnte begleitet wird. Deshalb arbeitet eine Schwerpunktpraxis in festen Intervallen, üblicherweise einmal pro Quartal. Jeder Termin folgt einer Struktur: aktuelle Werte, Sensordaten, Medikation, Beschwerden, anstehende Kontrollen.

Wer im Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben ist, bekommt diese Struktur verbindlich – mit festen Untersuchungsintervallen und dokumentierten Zielwerten. Die Einschreibung übernehmen wir im Termin.

Zwischen den Quartalsterminen bleibt der Kontakt bestehen: für Rezepte, für Rückfragen zur Insulindosis oder wenn ein Sensor Probleme macht.


Beratung und Schulung: der Teil, den Technik nicht ersetzt

Ein Sensor misst, aber er entscheidet nicht. Deshalb ist die strukturierte Schulung ein eigener Baustein und keine Zugabe. In den Schulungen geht es um Kohlenhydrate und ihre Wirkung, um Insulinanpassung bei Sport und Krankheit, um Unterzuckerungen und ihre Vermeidung, um Fußpflege und um die Frage, was bei Reisen und Zeitverschiebung zu beachten ist.

Ergänzend beraten wir ernährungsmedizinisch – Dr. med. Michael Fiedler hat eine Weiterbildung Ernährungsmedizin (DGEM), Dr. med. Ulrike Stützer ist zusätzlich Adiposiologin DDG. Gewicht, Blutdruck und Blutzucker hängen zusammen; sie getrennt zu behandeln funktioniert selten.


Technik: CGM-Sensoren, Insulinpumpen und AID-Systeme

Die Diabetestechnologie hat sich in wenigen Jahren stark verändert. Zur Arbeit einer Schwerpunktpraxis gehört heute:

  • Verordnung und Einweisung bei kontinuierlicher Glukosemessung (CGM) – inklusive der Frage, wer Anspruch auf einen Sensor hat

  • Auswertung der Sensordaten anhand des Glukoseprofils: Zeit im Zielbereich, Schwankungsbreite, nächtliche Verläufe

  • Einstellung und Anpassung von Insulinpumpen und automatisierten Systemen (AID), bei denen Sensor und Pumpe zusammenarbeiten

  • Problemlösung im Alltag: Hautreaktionen unter dem Pflaster, verhärtete Spritzstellen, Sensorabbrüche

Wichtig dabei: Die Technik wird an den Menschen angepasst, nicht umgekehrt. Wer keine Pumpe möchte, wird mit Pen und Sensor genauso sorgfältig betreut. Diabetes-Schwerpunktpraxis in Berlin: DGZO.


Endorgane im Blick: Augen, Nieren, Nerven, Füße, Leber

Der eigentliche Grund für die regelmäßigen Kontrollen sind die Organe, die ein erhöhter Blutzucker schädigt, lange bevor Beschwerden auftreten.

Augen

Die Netzhaut wird jährlich untersucht. Eine diabetische Retinopathie verursacht im Frühstadium keine Sehstörung – wenn sie auffällt, ist sie oft fortgeschritten. Im DGZO ist dies auch vor Ort mit einem Gerät möglich, was den Augenhintergrund spiegelt und mit Hilfe von Ki analysiert. Wir beraten Sie dazu gern vor Ort.


Nieren

Kontrolliert werden die Nierenfunktion und das Eiweiß im Urin. Eine beginnende Nierenschädigung zeigt sich im Labor Jahre vor jedem Symptom.


Nerven

Mit Stimmgabel und Monofilament wird geprüft, ob das Empfinden an den Füßen nachlässt. Diese diabetische Polyneuropathie ist der Grund, warum Verletzungen am Fuß häufig nicht bemerkt werden.


Füße

Die Fußuntersuchung gehört in jede Verlaufskontrolle: Haut, Nägel, Druckstellen, Pulse, Schuhwerk. Beim diabetischen Fußsyndrom entscheidet Zeit über den Verlauf.


Leber

Die Fettleber wird bei Typ-2-Diabetes häufig übersehen. Erhöhte Leberwerte und Ultraschall geben Hinweise; behandelt wird sie überwiegend über Gewicht, Bewegung und die Auswahl der Diabetesmedikamente.


Der Unterschied im DGZO: Gefäßmedizin unter demselben Dach

An dieser Stelle unterscheidet sich das DGZO von einer rein diabetologischen Praxis. Diabetes ist eine Gefäßerkrankung – die großen Gefäße betreffend genauso wie die kleinen. Deshalb gehört bei uns die angiologische Diagnostik dazu, ohne dass Sie dafür einen zweiten Termin an einem anderen Ort brauchen.

Dazu zählen die Durchblutungsmessung an den Beinen, der Ultraschall der Bein- und Halsschlagadern, die Abklärung der Schaufensterkrankheit (pAVK) und die Kontrolle der Bauchschlagader. Wenn bei einer Fußuntersuchung der Puls schwach ist, wird die Durchblutung im selben Haus geklärt – und nicht in acht Wochen woanders.


Für wen wir da sind: Lichtenberg, Hohenschönhausen und das nördliche Umland

Das DGZO liegt in der Wustrower Straße 20 in 13051 Berlin, im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen des Bezirks Lichtenberg. Damit sind wir gut erreichbar für Patientinnen und Patienten aus Alt- und Neu-Hohenschönhausen, Falkenberg, Wartenberg, Malchow und dem übrigen Lichtenberg – und ebenso für das direkt angrenzende Brandenburger Umland: Ahrensfelde, Lindenberg, Blumberg, Eiche und Schwanebeck.

Gerade für das Umland ist das relevant. Diabetologische Schwerpunktpraxen sind im Nordosten Berlins und in den angrenzenden Gemeinden nicht dicht gesät; viele fahren bisher bis in die Innenstadt. Von Ahrensfelde und Lindenberg aus sind es zu uns wenige Minuten.

Details zu Verkehrsanbindung und Parkmöglichkeiten finden Sie auf unserer Anfahrtsseite.


Ablauf im DGZO: in vier Schritten

  1. Termin und Online-Anamnese – Sie buchen online und füllen den Anamnesebogen vorab aus, damit im Termin Zeit für das Gespräch bleibt.

  2. Erstvorstellung – Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, Fuß- und Gefäßstatus.

  3. Befundbesprechung – Sie erfahren, was die Werte bedeuten, und erhalten einen schriftlichen Therapieplan.

  4. Verlauf – feste Quartalstermine, Schulungstermine nach Bedarf, Kontrolle der Endorgane im Jahresrhythmus.


Kurzfazit: Diabetes-Schwerpunktpraxis in Berlin

Eine Schwerpunktpraxis nimmt sich die Zeit, die eine chronische Erkrankung braucht: für Technik, für Schulung und vor allem für die Organe, die still leiden. Wenn Ihre Werte trotz Behandlung nicht stimmen oder Sie mit Insulin und Sensor arbeiten, ist der Weg dorthin sinnvoll – je früher, desto besser.


In der Diabetes Praxis wird Blutdruck, HbA1c, Blutzucker, Gewicht, Größe, BMI untersucht sowie Füße und Nieren.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Überweisung für die Schwerpunktpraxis?

Ja, für die Behandlung zulasten der gesetzlichen Krankenkassen ist eine Überweisung Ihrer Hausarztpraxis oder einer anderen Facharztpraxis erforderlich. Bringen Sie diese bitte zum ersten Termin mit, zusammen mit Vorbefunden und Ihrem Medikationsplan.


Wie oft muss ich zur Kontrolle kommen?

In der Regel einmal pro Quartal, also viermal im Jahr. Bei einer Therapieumstellung, in der Schwangerschaft oder bei einer akuten Fußproblematik sind die Abstände deutlich kürzer.


Ersetzt die Schwerpunktpraxis meine Hausarztpraxis?

Nein. Die Hausarztpraxis bleibt für die allgemeine Versorgung zuständig; wir übernehmen den diabetologischen und gefäßmedizinischen Teil und berichten schriftlich zurück. Beide Seiten arbeiten mit demselben Therapieplan.


Welche Untersuchungen laufen einmal im Jahr?

Einmal jährlich stehen die Augenuntersuchung der Netzhaut, die Kontrolle von Nierenfunktion und Urin-Eiweiß, die Untersuchung des Nervenempfindens an den Füßen und die Gefäßkontrolle an. Hinzu kommen Blutfette und Leberwerte.


Betreut das DGZO auch Patienten aus Ahrensfelde und Lindenberg?

Ja. Die Praxis liegt in Berlin-Neu-Hohenschönhausen direkt an der Stadtgrenze; Ahrensfelde, Lindenberg, Blumberg und Schwanebeck sind in wenigen Minuten erreichbar. Eine Behandlung ist unabhängig vom Wohnort möglich.


Wer betreut mich im DGZO?

Die diabetologische und angiologische Betreuung übernehmen Dr. med. Michael Fiedler, MHBA, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK) mit Weiterbildung Angiologie, und Dr. med. Ulrike Stützer, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Diabetologin DDG und Adiposiologin DDG. Schulung und Beratung übernehmen Diabetesberaterinnen im Team.


Termin und Vorbereitung

Sie möchten Ihren Diabetes strukturiert betreuen lassen oder haben den Eindruck, dass die aktuelle Einstellung nicht passt? Termin online buchen – oder telefonisch unter 030 24334370.

Bitte mitbringen: Überweisung, aktueller Medikationsplan, Vorbefunde und – falls vorhanden – Ihr Blutzuckertagebuch oder die Zugangsdaten zu Ihrer Sensor-App. Die Online-Anamnese füllen Sie am besten vorab aus.


H2 Quellen und Leitlinien

Stand der Leitlinien vor Veröffentlichung auf der jeweiligen Registerseite prüfen.


Prüfvermerk und Hinweis

(Fließtext, kein Heading)

Medizinisch geprüft von Dr. med. Michael Fiedler, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie (DDG, LÄK) · Stand: August 2026

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten Beschwerden wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117, im Notfall an die 112.

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